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| | Galletti-Stätten
in und um Gotha
Wenn Sie
jetzt meinen, hier erfahren Sie, wo überall es Galletti-Museen, -Denkmale oder
wenigstens -Gedenktafeln gibt (etwa "In diesem Haus verzehrte Galletti am
30. Februar 1815 einen selbst erlegten Rasselbock"), dann haben Sie
irgendwie ein falsches Bild. So humorvoll sind "die Deutschen" nicht (Ausnahmen
bestätigen die Regel), leider auch nicht die Thüringer. Verdienste und
somit Gedenkwürdigkeit wird an Bedeutung gemessen, und die Bedeutung Gallettis
als Wissenschaftler oder Revolutionär oder Schriftsteller, sagen wir's
unumwunden, konvergiert aus heutiger Sicht gegen Null. Dass er Herz und Geist
auch nach 200 Jahren noch Frohsinn schenkt, uns schmunzeln macht, was kratzt das
den Historiker? Nicht einmal die Gothaer Stadtväter haben bislang die
Anziehungskraft erkannt, die der berühmteste zerstreute Professor in deutschen
Landen für Gotha haben könnte, wenn man ihn denn ließe. In Das versteckte Welterbe
von Hilmar Klute macht es die Süddeutsche Zeitung vom 12. Februar 2002
vor, wie es ungefähr gehen könnte.
Na, egal. Eine Reise nach Thüringen lohnt sich trotzdem. Denn
erstens werden Sie mit etwas Detektivsinn und Phantasie trotzdem auf
Galletti zu stoßen. Und zum zweiten gibt Thüringen noch viel, viel mehr her
als Galletti. Kultur und Geschichte auf Schritt und Tritt, aber auch Ruhe und
Natur - ganz, wie Sie wollen. Wir können hier nur Anregungen geben:
Bild: Gotha, Park und Schloss Friedenstein mit
Kunstsammlungen und regionalhistorischem Museum (oben) sowie Museum der Natur,
das größte seiner Art in Thüringen (Repro Eintrittskarte ins Schlossmuseum). |